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Sofie Royer - before/after
12.09.2026 | 20:00 | Porgy & Bess Wien
Sofie Royer meldet sich mit einem neuen Album zurück - Nach drei hochgelobten LPs sind das Songwriting und die Produktion der Wiener Musikerin komplexer und ausgefeilter geworden, ihre Texte schärfer und zugleich humorvoller. before/after ist ihr bislang prägnantestes Werk: ein Album, das die Herausforderungen des Künstlerdaseins aufgreift und persönliche Selbstreflexion mit gesellschaftlicher Beobachtung verbindet.
Sofie hat sich von einer Lo-Fi-Produzentin zu einer etablierten Popmusikerin entwickelt, die bereits als Support für Lana Del Rey, Air und LCD Soundsystem auftrat. Ihr neues Album wurde gemeinsam mit den Produzenten Matt Cohn (u. a. für SZA und The Weeknd), Jorgen Odegard (Sabrina Carpenter) und Eli Hirsch (Suki Waterhouse) produziert. Dennoch weiß sie selbst noch immer nicht genau, wo sie hingehört.
Mit ihrer Kritik an der Musikindustrie hält sie sich nicht zurück: „Für die Kunstwelt bin ich zu poppig, für den Mainstream zu sehr Indie-Liebling.“ Die schärfsten Urteile richtet sie jedoch gegen sich selbst.
Auf zwölf eingängigen Popsongs fragt Royer, ob die Konflikte zwischen Vergangenheit und Zukunft nicht letztlich Kämpfe mit dem eigenen Ich sind. „Wir befinden uns ständig im Spannungsfeld zwischen dem Davor und dem Danach“, erklärt sie. „Diese beiden Zeitzustände beschäftigen uns unaufhörlich. Doch indem wir in ihnen verstrickt bleiben, werden wir oft selbst zu unserem größten Hindernis. Im Zustand von before/after geht es letztlich immer um denselben Konflikt: Du gegen dich selbst.“
Support: Jeansboy
Mehr als ein Singer-Songwriter, der mit vom eigenen Talent belustigter Selbstironie die spitzen Finger in die große Glasbowle ungeschriebener Ohrwürmer taucht, ist der Jeansboy eine mythische Figur bzw. Anführer der „Secret Blue Jeans Society“. Wie er 2024 auf seinem gleichnamigen Debüt-Album sang: „This is a place where hipsters would have an orgy.“
Ort
Das Porgy & Bess (eigentlich Jazz- and Musicclub Porgy & Bess) ist ein Jazzclub in der Riemergasse 11 im 1. Bezirk von Wien. Der 1993 gegründete Club gilt „als wichtigster Jazzveranstalter und Szenetreffpunkt“ der österreichischen Hauptstadt.
Mathias Rüegg gründete das Porgy & Bess 1993, das anfänglich in den Räumen des ehemaligen Kabaretts Fledermaus in der Spiegelgasse untergebracht war. Ihn unterstützten kurze Zeit später Renald Deppe und Christoph Huber; Huber ist bis heute der künstlerische Leiter des Clubs. 2000 zog der Club nach einer längeren Umbaupause in die Riemergasse um.
Hans Salomon im Porgy & Bess (2003)
Funktion
Das Programm des Porgy & Bess spricht ein sehr großes Publikum an, etwa 70.000 Gäste im Jahr; entsprechend wird Jazz „sehr pluralistisch verstanden“, und im Programm „auch in Randbereiche, wie elektronische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik, vorgedrungen.“ Neben zahlreichen internationalen Interpreten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum, finden auch österreichische Musiker hier eine Auftrittsmöglichkeit. Der Club bietet auch die Bühne für Events, wie etwa die Verleihung des Austrian World Music Award.
Dem Musikwissenschaftler Christian Scheib zufolge ist das Porgy & Bess „gleichzeitig essenziell für die Weiterentwicklung der musikalischen (Jazz-)Wirklichkeit einer Stadt“ und braucht und verbraucht „als Stadtraum schlicht alltäglich Musik“. Es schaffe sich „durch künstlerische Vorlieben, akustische Qualität, Fassungsvermögen und realer Auslastung die notwendige Abgrenzung von anderen Clubs.“ Dabei erlauben die unterschiedlichen Bereiche des Jazzclubs – Bereich vor der Bühne mit Tischen, Galerie im oberen Stockwerk, ein seitlicher Bereich mit einer Bar am Tresen – unterschiedlich intensive Konzentration auf das Konzertgeschehen. Für die Jazzthetik ist das Porgy & Bess sogar ein „Traditionsclub.“
Termine September 2026
Wien, Porgy & Bess Wien Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Riemergasse 11
1010 Wien
Österreich
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