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Antigone
24.09.2026 - 08.11.2026 | Kammerspiele Salzburg
Was ist gerecht? Was ist menschlich? Antigone widersetzt sich einem Verbot des Machthabers, das sie als unmenschlich empfindet. Eine Frau widersetzt sich dem Mann, der die Macht hat. Sie denkt menschlich, er in seinem System. Kann es da Versöhnung geben? Der Konflikt ist uralt und trotzdem modern: Überall geht es heute darum, sich im realen Leben zu positionieren und für seine Werte einzustehen. Was ist uns unsere Demokratie wert? Was sind wir bereit, zu opfern, um Freiheit und Gerechtigkeit zu sichern? Mit welchen Mitteln kämpfen wir? Mit wem gilt es, sich zu streiten – und wo macht Argumentation keinen Sinn mehr?
Der griechische Dichter Sophokles hat diesen Themen bereits vor ca. 2400 Jahren mit „Antigone“ ein eindrückliches Denkmal gesetzt. Nach dem blutigen Machtkampf um Theben verbietet König Kreon die Bestattung des „Verräters“ Polyneikes. Dessen Schwester Antigone widersetzt sich dem Gesetz, den eigenen Tod in Kauf nehmend: Für sie stehen göttliches Recht, familiäre Pflicht und menschliche Würde über der staatlichen Ordnung.
Was geschieht, wenn Recht und Gerechtigkeit auseinanderfallen und Gehorsam zur moralischen Schuld wird? Antigone und Kreon stehen sich unversöhnlich gegenüber, beide überzeugt, im Namen des Richtigen zu handeln. „Antigone“ konfrontiert uns mit der Notwendigkeit, Position zu beziehen, betont den Wert individueller Haltung und erinnert uns: Jede Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie mit Widerspruch umgeht.
Ort
Das Salzburger Landestheater ist die führende und prägende Institution für darstellende Künste in Stadt und Land Salzburg. Unter dem Dach des Theaters arbeiten Oper, Schauspiel, Ballett und die Jugendsparte „Junges Land“ als vier lebendige und profilierte Sparten zusammen. Das Theater spielt pro Saison, die von September bis Juni reicht, etwa 375 Aufführungen.
Das Stammhaus des Landestheaters liegt am Mirabellgarten und verfügt über 707 Plätze. Insgesamt präsentiert das Landestheater etwa 25 Neuproduktionen pro Spielzeit. Neben modernen und zeitgenössischen Produktionen wird dabei in allen Sparten auch das klassische Repertoire gepflegt.
Im Jahr 1775 ließ Fürsterzbischof Colloredo anstelle des 1625 errichteten Ballhauses ein „Fürsterzbischöfliches Hoftheater“ erbauen. Das Gebäude wurde feierlich mit Christian Heinrich Schmids „Die Gunst des Fürsten“ eröffnet und schon bald wurden – der Aufklärung verpflichtet – Schillers Dramen aufgeführt. Emmanuel Schikaneder war einige Jahre als Direktor des Hoftheaters verpflichtet und lernte dort die Familie Mozart kennen, die regelmäßig in seine Loge eingeladen wurde. Musik erklang in diesem Haus erstmals 1776. Im Jahre 1784 begann mit der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ eine kontinuierliche Pflege des Mozart-Repertoires.
Das heutige Theatergebäude entstand 1892/93 und wurde von dem Architektenduo Fellner & Helmer konzipiert. Die Wiener Architekten gehörten seinerzeit zu den erfolgreichsten Konstrukteuren moderner Theaterbauten, was auch durch ihre Erfindung des „Eisernen Vorhangs“ (Feuerschutzvorhang zwischen Saal und Bühne) begünstigt wurde. Sowohl Publikum als auch Künstler nahmen das Theatergebäude in seiner neobarocken Architektur mit den drei Ebenen Parkett, Logenrang und Balkon als besonders gelungen an, das gut für die Erfordernisse von Oper, Schauspiel und Ballett geeignet war. Das Gebäude wurde am 1. Oktober 1893 mit der Ouvertüre von Mozarts „La clemenza di Tito“ feierlich eröffnet. In eben jener Spielzeit war Max Reinhardt als Schauspieler im Anfängerengagement verpflichtet. Mit den Erfahrungen, die er am Salzburger Landestheater gesammelt hatte, zog er nach Berlin, um dann 1925 gemeinsam mit Hugo von Hoffmansthal und Richard Strauss die Salzburger Festspiele zu gründen. 1944 wird das Salzburger Landestheater kriegsbedingt geschlossen und 1945 von den Amerikanern adaptiert. Neben der Hauptbühne erhielt das Theater im Oktober 1971 mit den „Kammerspielen“ im ehemaligen Mirabellcasino eine klassische Studiobühne, die seitdem für diverse Formate von gegenwärtiger und klassischer Dramatik genutzt wird.
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Salzburg, Kammerspiele Salzburg Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schwarzstraße 22
5020 Salzburg
Österreich
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