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Die Erfindung des Paradieses
10.04.2027 - 11.06.2027 | Landestheater Salzburg
Wo und was ist das Paradies? Ist es ein realer Ort, den es zu erobern gilt oder muss man es in sich selbst erkunden? Der persische König Xerxes will sein Reich wie einen paradiesischen Garten pflegen und schützen. Dabei sieht er das Erbe seiner Eltern Darius und Atossa durch Griechenland bedroht und es kommt zum Krieg. Schon vor über 2000 Jahren hat der griechische Dichter Aischylos Bruchlinien beschrieben, die heute im Zentrum der Weltpolitik stehen. Wer ist der Aggressor? Der europäische Westen oder der persische Osten?
Der österreichisch-iranische Autor Amir Gudarzi überschreibt Aischylos‘ Tragödie „Die Perser“ und blickt dabei aus heutiger Perspektive sowie auf der Grundlage historisch belegter Erkenntnisse auf den sogenannten „Perserkrieg“. In „Die Perser“ erzählt Aischylos aus persischer Sicht von der Niederlage des Königs Xerxes gegen das griechische Heer in der Schlacht von Salamis im Jahr 480 v. Chr. Doch wie würden die Perser:innen selbst von den Ereignissen berichten?
Amir Gurdazi untersucht diese Fragen ebenso wie bereits Aischylos: durch das Potenzial des Theaters, aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. So zeigt Gudarzi, dass bereits einem der frühesten überlieferten Werke ein multi-perspektivischer Blick auf die Vorurteile hinsichtlich Orient und Okzident innewohnt – und dass gerade im Perspektivwechsel die Möglichkeit der Versöhnung liegt.
Programm
Die Erfindung des Paradieses
Amir Gudarzi
Schauspiel nach „Die Perser“ von Aischylos
Ort
Das Salzburger Landestheater ist ein Theater im österreichischen Salzburg mit eigenen Ensembles für Schauspiel und Musiktheater (Oper, Operette, Musical). Das Gebäude mit 697 Sitzplätzen wird im Sommer auch von den Salzburger Festspielen für Schauspielaufführungen sowie gelegentlich für Operninszenierungen genutzt.
Das Haus steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.
1775 ließ Fürsterzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld das zum „Zwecke des allseits beliebten Ballspielens“ von Fürsterzbischof Paris von Lodron 1625 errichtete Ballhaus am Hannibalplatz (heute Markatplatz) schleifen und ein Fürsterzbischöfliches Hoftheater erbauen. Seinerzeit lag es direkt an der Uferpromenade der Salzach. Es wurde mit Die Gunst des Fürsten von Christian Heinrich Schmid eröffnet. Das Logentheater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits 1788 umgebaut.
Ab 1803 hieß das Haus Kurfürstliches Theater, ab 1808 k.k. Nationaltheater. 1809 kam Salzburg kurz unter französische Verwaltung und wurde 1810 bayerische Provinz, das Theater wurde zu der Zeit Königliches National Theater genannt. 1892 kam das alte Theater in den Besitz des Stadtmagistrates und wurde aufgrund von Sicherheitsmängeln abgerissen.
Das Wiener Büro Fellner & Helmer errichtete 1892 bis 1893 ein neues Haus im neubarocken Stil (unansehnlich von Außen), das nach vormittägiger Schlusssteinlegung am Abend des 1. Oktober 1893, als Neues Stadttheater im Beisein von Erzherzog Ludwig Viktor eröffnet wurde. Zur Eröffnung wurde die Ouvertüre zu Mozarts Oper La Clemenza di Tito gespielt, gefolgt von einem Prolog von Josef Kollmenn und Ludwig Fuldas Schauspiel „Der Talisman“. 1924 wurde das Haus renoviert, 1938 bis 1939 von Josef Holzinger und Paul Geppert d. J. umgebaut. Am 7. August 1939 wurde das Haus (im Rahmen der Salzburger Festspiele) mit Mozarts Entführung aus dem Serail wiedereröffnet (Dirigent: Karl Böhm). Seit 1940 heißt das Theater Landestheater. In den Jahren 2003 und 2004 wurde das Theater umfassend renoviert.
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Salzburg, Landestheater Salzburg Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schwarzstraße 22
5020 Salzburg
Österreich
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