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L’amore artigiano
08.05.2027 - 15.06.2027 | Landestheater Salzburg
Florian Leopold Gassmann kennt man heute vor allem als Lehrer des berühmten Antonio Salieri – doch die musikalische Ausgrabung „L’amore artigiano“ erinnert an die einstigen großen Erfolge des Komponisten. Gemeinsam mit dem Komödiendichter Carlo Goldoni, der die Commedia dell’arte durch neue Figuren, lebendiges Dialektmaterial und aus- gearbeitete Texte in eine neue Zeit führte, erschuf Gassmann eine musikalische Verwechslungskomödie à la „Der Diener zweier Herren“.
So sehr ihr Vater sie warnt – Angiolina liebt Giannino, doch der liebt ihre Nachbarin Rosina, nach der auch Titto ganz verrückt ist. Madame Costanza versucht, Giro ihre Liebe zu gestehen, doch Rosina und Angiolina platzen herein… und Giro flirtet plötzlich mit Rosina, was Madame Costanza gar nicht gefällt. Da gibt es noch eine Menge komödiantischer Aufgaben zu lösen, bis zum Finale jeder Topf seinen Deckel gefunden hat…
Im Jahr 2027 feiern die Schwetzinger SWR Festspiele ihr 75-jähriges Bestehen. Program- matisch sind die renommierten Festspiele gleichermaßen der Förderung des Neuen wie der musikalischen Tradition verpflichtet. Auftakt und Zentrum der Jubiläumssaison ist die Wiederentdeckung der historischen Oper „L’amore artigiano“, die am 24. Mai 1772 im Schwetzinger Rokokotheater gespielt wurde. Nach der Schwetzinger Premiere am 30. April 2027 folgt die Salzburg-Premiere am 8. Mai 2027.
Seinerzeit berühmt, heute zu Unrecht fast vergessen: Florian Leopold Gassmann (1729–1774) schrieb bis 1762 jedes Jahr eine Oper zur Karnevalssaison in Venedig. 1764 wurde er Kammerkomponist des Kaisers und 1772 Hofkapellmeister in Wien. 1766 traf er in Venedig auf den jungen Antonio Salieri, dessen Karriere er durch die Einladung, mit ihm nach Wien zu kommen, entscheidend beeinflusste.
Die Neuinszenierung der musikalischen Komödie liegt in den Händen der renommierten Regisseurin Amélie Niermeyer, die bereits u. a. für die Bayerische und die Wiener Staatsoper sowie für die Schwetzinger Festspiele gearbeitet hat. Sie inszeniert das Werk mit schrägem Humor als zeitgenössische Komödie. Carlo Bendetto Cimento bringt seine Expertise als musikalischer Feuerwerker mit ein.
Die Werkeinführung findet jeweils 45 und 30 Minuten vor Beginn der Abendvorstellung statt.
Programm
L’amore artigiano
Florian Leopold Gassmann
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Co-Produktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen
Dramma giocoso in drei Akten · Libretto von Carlo Goldoni
Ort
Das Salzburger Landestheater ist ein Theater im österreichischen Salzburg mit eigenen Ensembles für Schauspiel und Musiktheater (Oper, Operette, Musical). Das Gebäude mit 697 Sitzplätzen wird im Sommer auch von den Salzburger Festspielen für Schauspielaufführungen sowie gelegentlich für Operninszenierungen genutzt.
Das Haus steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.
1775 ließ Fürsterzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld das zum „Zwecke des allseits beliebten Ballspielens“ von Fürsterzbischof Paris von Lodron 1625 errichtete Ballhaus am Hannibalplatz (heute Markatplatz) schleifen und ein Fürsterzbischöfliches Hoftheater erbauen. Seinerzeit lag es direkt an der Uferpromenade der Salzach. Es wurde mit Die Gunst des Fürsten von Christian Heinrich Schmid eröffnet. Das Logentheater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits 1788 umgebaut.
Ab 1803 hieß das Haus Kurfürstliches Theater, ab 1808 k.k. Nationaltheater. 1809 kam Salzburg kurz unter französische Verwaltung und wurde 1810 bayerische Provinz, das Theater wurde zu der Zeit Königliches National Theater genannt. 1892 kam das alte Theater in den Besitz des Stadtmagistrates und wurde aufgrund von Sicherheitsmängeln abgerissen.
Das Wiener Büro Fellner & Helmer errichtete 1892 bis 1893 ein neues Haus im neubarocken Stil (unansehnlich von Außen), das nach vormittägiger Schlusssteinlegung am Abend des 1. Oktober 1893, als Neues Stadttheater im Beisein von Erzherzog Ludwig Viktor eröffnet wurde. Zur Eröffnung wurde die Ouvertüre zu Mozarts Oper La Clemenza di Tito gespielt, gefolgt von einem Prolog von Josef Kollmenn und Ludwig Fuldas Schauspiel „Der Talisman“. 1924 wurde das Haus renoviert, 1938 bis 1939 von Josef Holzinger und Paul Geppert d. J. umgebaut. Am 7. August 1939 wurde das Haus (im Rahmen der Salzburger Festspiele) mit Mozarts Entführung aus dem Serail wiedereröffnet (Dirigent: Karl Böhm). Seit 1940 heißt das Theater Landestheater. In den Jahren 2003 und 2004 wurde das Theater umfassend renoviert.
Termine Mai 2027
Termine Juni 2027
Salzburg, Landestheater Salzburg Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schwarzstraße 22
5020 Salzburg
Österreich
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