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Schachnovelle
21.11.2026 - 25.02.2027 | Landestheater Salzburg
Eleganter Kreuzfahrt-Luxus trifft auf die Dramatik des Spiels der Könige: Auf einer Schiffsreise von New York nach Buenos Aires will eine Gruppe von Passagieren den selbstgefälligen Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie Schach bewegen. Im ersten Spiel siegt Czentovic leicht und auch die Revanche scheint für die Gruppe zunächst aussichtslos – bis der geheimnisvolle Dr. B. eingreift und eine Remis-Partie erzwingt. Daraufhin offenbart der österreichische Emigrant sein Geheimnis: Von den Nationalsozialist:innen in Isolationshaft genommen, erkämpfte sich Dr. B. seine geistige Freiheit durch das heimliche Studium eines Schachlehrbuchs zurück. Wird ihn die Partie gegen Czentovic in die Zeit der Haft zurückversetzen?
Ein zunächst harmloses Schachspiel legt psychologische Abgründe offen und wird zur Metapher für die Isolation im Nationalsozialismus, für Machtmissbrauch, innere Zerrissenheit und den Versuch, den eigenen Geist vor dem Außen zu schützen. Zweigs „Schachnovelle“ entstand in den Jahren 1941–1942 im brasilianischen Exil und ist die schmerzliche Erinnerung des Schriftstellers an den Verlust der österreichischen Heimat.
Regisseurin Alexandra Liedtke interpretiert in ihrer Inszenierung das Schachbrett als Sinnbild für die Welt, in der jeder Handlung eine Reaktion des Gegenübers folgt. Eine musikalische Ebene erzählt als Gegengewicht zum geistigen Eskapismus von der seelischen und emotionalen Realitätsflucht der Figuren. Eine spartenübergreifende poetische Zeitreise für alle Generationen.
Stefan Zweig (1881–1942) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Essayist, Übersetzer und Biograf. Seine Werke kreisen um psychologische Grenzsituationen und Ideen des Humanismus. Der überzeugte Pazifist lebte in Salzburg, bevor er als Jude vor den Nationalsozialist:innen ins Exil floh und sich 1942 in Brasilien das Leben nahm.
Alexandra Liedtke, Oberspielleiterin der Oper, ist als Regisseurin in der Oper wie auch im Sprechtheater tätig. Schauspielproduktionen am Landestheater umfassten u. a. Thomas Bernhards „Heldenplatz“, Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ und Thomas Manns „Buddenbrooks“. Der „Schachnovelle“ widmet sie sich gemeinsam mit dem Bühnenbilder Patrick Bannwart.
Ab 14 Jahren
Die Werkeinführung findet jeweils 45 und 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung statt.
Programm
Schachnovelle
Schauspiel nach der Novelle von Stefan Zweig
Ort
Das Salzburger Landestheater ist ein Theater im österreichischen Salzburg mit eigenen Ensembles für Schauspiel und Musiktheater (Oper, Operette, Musical). Das Gebäude mit 697 Sitzplätzen wird im Sommer auch von den Salzburger Festspielen für Schauspielaufführungen sowie gelegentlich für Operninszenierungen genutzt.
Das Haus steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.
1775 ließ Fürsterzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld das zum „Zwecke des allseits beliebten Ballspielens“ von Fürsterzbischof Paris von Lodron 1625 errichtete Ballhaus am Hannibalplatz (heute Markatplatz) schleifen und ein Fürsterzbischöfliches Hoftheater erbauen. Seinerzeit lag es direkt an der Uferpromenade der Salzach. Es wurde mit Die Gunst des Fürsten von Christian Heinrich Schmid eröffnet. Das Logentheater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits 1788 umgebaut.
Ab 1803 hieß das Haus Kurfürstliches Theater, ab 1808 k.k. Nationaltheater. 1809 kam Salzburg kurz unter französische Verwaltung und wurde 1810 bayerische Provinz, das Theater wurde zu der Zeit Königliches National Theater genannt. 1892 kam das alte Theater in den Besitz des Stadtmagistrates und wurde aufgrund von Sicherheitsmängeln abgerissen.
Das Wiener Büro Fellner & Helmer errichtete 1892 bis 1893 ein neues Haus im neubarocken Stil (unansehnlich von Außen), das nach vormittägiger Schlusssteinlegung am Abend des 1. Oktober 1893, als Neues Stadttheater im Beisein von Erzherzog Ludwig Viktor eröffnet wurde. Zur Eröffnung wurde die Ouvertüre zu Mozarts Oper La Clemenza di Tito gespielt, gefolgt von einem Prolog von Josef Kollmenn und Ludwig Fuldas Schauspiel „Der Talisman“. 1924 wurde das Haus renoviert, 1938 bis 1939 von Josef Holzinger und Paul Geppert d. J. umgebaut. Am 7. August 1939 wurde das Haus (im Rahmen der Salzburger Festspiele) mit Mozarts Entführung aus dem Serail wiedereröffnet (Dirigent: Karl Böhm). Seit 1940 heißt das Theater Landestheater. In den Jahren 2003 und 2004 wurde das Theater umfassend renoviert.
Termine November 2026
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Termine Februar 2027
Salzburg, Landestheater Salzburg Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schwarzstraße 22
5020 Salzburg
Österreich
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